Doula = Dienerin der Frau

 

Tradition

In unserem europäischen Umfeld ist es für viele Menschen oft noch befremdlich, wenn eine Doula eine Frau oder ein Paar bei der Geburt begleitet. Die Rolle einer Doula ist keineswegs eine neue Erfindung unserer Zeit. Seit Tausenden von Jahren ist in vielen Kulturkreisen eine Tradition, dass eine oder auch mehrere Frauen der Gebärenden zur Seite stehen.

Wissen und Erfahrung

 

Eine Doula hat meistens selbst ein oder mehrere Kinder geboren und kennt deshalb die emotionalen und körperlichen Veränderungen, die während einer Schwangerschaft und Geburt auftreten auch durch ihre eigene Erfahrung.
Zusätzlich verfügt sie über fundiertes Wissen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Somit ist sie dazu da werdende Mütter und Väter achtsam und liebevoll während dieser besonderen Zeit zu begleiten. Sie hilft der Mutter sich auf das Geburtsgeschehen einzulassen und sich vertrauensvoll der Fähigkeit eines weiblichen Körpers hinzu- geben: ein Kind zu gebären.

Ergänzung zur Hebamme

Sie übernimmt keine medizinische Verantwortung, sondern ist neben der medizinischen Betreuung durch Hebammen und Ärzte für die Frau auf emotionaler und körperlicher Ebene da und übernimmt manchmal auch ganz praktische Aufgaben (Tee kochen, Badewasser einlassen...) und kann so auch Hebammen entlasten ohne in den Bereich der Hebamme ein- zugreifen. Deshalb kann sie sich komplett auf die Frau und ihre körperlichen und seelischen Bedürfnisse konzentrieren. Sie stellt eine sichere und ständige Anwesenheit unabhängig von den organisatorischen Vorgängen eines Krankenhauses sicher und hilft der werdenden Mut- ter sich auch in einem unbekannten Umfeld und einer bisher neuen Situation geborgen zu fühlen.